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Eigenheimerverband Deutschland e.V. beim Bundes-Kleingärtner-Kongress

 

Am 18. Mai eröffnete der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde den 4. Kleingärtnerkongress in Berlin. Neben vielen Fachlauten aus dem „grünen Bereich“ war auch Präsident Heinrich Rösl vom Eigenheimerverband Deutschland e.V. zu diesem Kongress eingeladen. Dies auch deshalb, weil sehr enge und freundschaftliche Beziehungen zum Verband der Kleingärtner bestehen, sind doch der Berliner und der Baden-Württemberger Landesverband Mitglied im Eigenheimerverband Deutschland e.V.. Der Kongress sollte neue Impulse zum Gärtnern in den Städten und Gemeinden geben und dazu beitragen, die Zukunft des Grüns aktiv mitzugestalten.

Kleingärten sind als öffentliches Grün Teil der grünen Infrastruktur in Städten und Gemeinden – sie sind bunt, vielfältig und integrationsfördernd. Sie bedürfen deshalb politischer Unterstützung bei der Pflege, Erhaltung und Weiterentwicklung. Viele weitere Spannungsfelder, wie die Finanzierbarkeit und Nachhaltigkeit grüner Infrastruktur oder die Flächenkonkurrenz in Ballungszentren, wurden auf dem zweitägigen Kongress beleuchtet.

Die Umwandlung von Kleingärten in Bauland ist für den Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) keine Lösung für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Erst am 08. Mai stellte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks das Weißbuch „Stadtgrün“ vor, ein klares Bekenntnis zu mehr Grünflächen in den Städten. Kleingärten vor diesem Hintergrund aus den Ballungszentren zu verdrängen, erscheint absurd.

Kleingärten und Wohnungsbau stehen nicht in Konkurrenz
Zunehmend werden Kleingärten von der Politik gegen den Wohnungsbau ausgespielt. Doch Kleingärten oder Wohnungsbau kann nicht die Frage sein. Wohnungen sind wichtig, aber ausreichend Grünflächen machen ein Wohngebiet erst lebenswert. Sie verbessern Luftqualität und Stadtklima, mindern Lärm und sind Hotspots für urbane Biodiversität. Kleingärten stehen für den BDG daher nicht in Konkurrenz zum Wohnungsbau – vielmehr kann eine ökologische und soziale Stadtentwicklung nur gemeinsam stattfinden.

Kleingärten sind sozial
Was heute unter dem Begriff „Urban Gardening“ als Avantgarde gefeiert wird, ist nichts Anderes als Idee und Geschichte der Kleingärten: Gemeinsam freie Flächen in der Stadt aneignen, begrünen und beleben. Kleingärten sind daher schon aufgrund ihrer sozialen Funktion erhaltenswert. Als Teil der Stadtnatur sind sie Orte des Austausches in der Nachbarschaft, fördern die Identifikation mit dem eigenen Viertel und tragen zu mehr Umweltgerechtigkeit bei. Moderne Kleingartenparks wirken dabei weit über die Gartenpforte hinaus, sind Spielplatz, Treffpunkt und Erholungsraum für Anwohner und Spaziergänger. Auch in diesem Sinne machen sie gerade dichtbebaute Städte lebenswert.

Es ging den Veranstaltern dieses Mal im Wesentlichen darum darzustellen, wie und warum die grünen Lungen einer Stadt (= Kleingärten) so wichtig für ein gesundes Stadtklima sind. Dabei sollen die Städte bei allen zukünftigen Planungen die Kleingärten auch im Zusammenhang mit den übrigen Grünflächen, wie beispielsweise den Eigenheimergärten, sehen und bewerten.

 

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