Heinrich Rösl,

Präsident des Eigenheimerverbandes Deutschland e.V.

über die zukünftige Arbeit des Verbandes

Der Eigenheimerverband Deutschland e.V. ist und bleibt ein schlank und straff ehrenamtlich organisierter Verband, der aus den Ressourcen seiner Mitgliedsverbände verbandspolitische Arbeit leistet.
Der Verband ist dem Gemeinwohl verpflichtet, er trägt Mitverantwortung für die allgemeine Wohnungspolitik, hier vor allem für das selbst genutzte Wohneigentum. Angesichts der besonderen Bedeutung, die das Wohnen im Eigentum für die freie Entfaltung der Persönlichkeit als Grundlage unserer Gesellschaftsordnung hat, setzt sich der Bundesverband für die ideelle und materielle Förderung des Baus und Erwerbs sowie der Sicherung des Erhalts von selbst genutztem Wohneigentum ein.
Der Eigenheimerverband Deutschland e.V  bleibt durch seine sachliche und fachkundige Arbeit ein zuverlässiger Helfer und Interessensvertreter seiner Mitgliedsverbände.
Er wird weiterhin durch seine sachlich fundierten Stellungnahmen und machbaren Vorschläge an den Gesetzen, Vorschriften und Bestimmungen als Spitzenverband mitarbeiten.

 
In der Wohnungspolitik beschäftigen uns derzeit vor allem die Themen Energetische Sanierung bei Wohngebäuden sowie Altersgerechter Umbau von Wohnungen."
Mittel- und längerfristig muss der Bundesverband aber Themen aufgreifen, die das Familienheim auf Dauer schützen. In der Zeit der Globalisierung droht der „Wert“ eines Familienheimes in den Hintergrund zu treten. Wohnungspolitik findet im Grunde, wenn man es sich genau ansieht, nicht mehr statt. Die Wohnungsbauförderung der einzelnen Bundesländer ist nur noch abhängig von deren Kassenlage, weniger vom erklärten Willen, das selbst genutzte Wohneigentum zu fördern, weil man es gesellschaftspolitisch für bedeutsam hält. Das Thema „Wohnen im Alter“ wird von uns aufgegriffen, weil es im Bewusstsein der Politik noch nicht verankert ist. Aber auch die Frage der Bezahlbarkeit der „zweiten Miete“ muss auf die Tagesordnung.
Das Familienheim ist ernsthaft in Gefahr – wir müssen alle zusammenhelfen, um uns Gehör zu verschaffen!

Es gibt aber noch mehr Themen, die uns als Bundesverband wichtig sind:

Einbindung der Frauen
Frauen sind, in dem von Männern dominierten Personenkreis derer, die sich mit Wohnungseigentum beschäftigen, immer noch weit unterrepräsentiert. Dies müssen wir gezielt zu verändern suchen.

 
Jugendarbeit
Auf Bundesverbandsebene müssen wir uns vermehrt mit dem Thema Jugend beschäftigen. Dabei ist vor allem die Frage wichtig, wie es uns und unseren Mitgliedsverbänden gelingt, die nachwachsende Generation für unsere Ziele zu interessieren und sie zur Mitarbeit zu motivieren.

Menschen mit Behinderungen – Wohnen im Alter
Wir wollen Konzepte entwickeln, die den Bedürfnissen älterer Menschen, aber auch Menschen mit Behinderungen, gerecht werden. Unsere Gesellschaft braucht beispielgebende Impulse für die Zukunft (z.B. altersgemäße Wohnformen)!

Mitbürger/innen mit Migrationshintergrund
Durch den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft werden wir zwangsläufig auch im selbst genutzten Wohneigentum mit der Thematik  Mitbürger/innen mit Migrationshintergrund zu tun haben. Wir sollten Menschen anderer Herkunft offen und ehrlich aufnehmen, einbinden und ihre Bedürfnisse ernst nehmen. Für unsere gemeinsame Sache darf es nur ein Miteinander, nicht ein Gegeneinander geben!

Europa
Für die Wohnungswirtschaft und auch für das selbst genutzte Wohneigentum spielt das vereinte Europa eine immer wichtigere Rolle: So werden rund 80 Prozent der nationalen Gesetze mittlerweile direkt oder indirekt durch die Rechtsetzung der EU veranlasst. Dieser Entwicklung ist durch geeignete Maßnahmen Rechnung zu tragen!